
Glasklares Wasser, steinige Strandabschnitte, der Nationalpark Plitvicer Seen – mindestens einer dieser drei Gedanken kommt den meisten von uns in den Sinn, wenn von Kroatien die Rede ist.
Innerhalb einer Woche ging es für meine Freundin und mich quer durch das Land an der Adria – ein Kurztrip von Klassikern bis hin zu unterschätzten Orten, die Kroatiens Festland zu bieten hat.
Was ihr innerhalb eines einwöchigen Roadtrips entspannt sehen könnt, welche Orte ihr unbedingt mitnehmen solltet und welche kleine Stadt mich am meisten verzaubert hat, verrate ich euch in diesem Beitrag.

Ab Görlitz ging es für uns durch Tschechien geradewegs in die Hauptstadt Zagreb, die wir am späten Nachmittag erreichten. Da wir jedoch mehr Zeit an der Küste verbringen wollten, planten wir hier nur einen kurzen Zwischenstopp von einer Nacht ein, was für uns völlig ausreichte, um ein wenig durch die Stadt zu schlendern. Besonders die Oberstadt „Gornji Grad“ kann ich euch hier empfehlen.
1. Plitvicer Seen





Die berühmten Plitvicer Seen – das wahrlich bekannteste Ausflugsziel des Landes – sind in knapp zwei Stunden von der Hauptstadt Zagreb aus zu erreichen. Gleich zu Beginn des Rundweges habt ihr einen tollen Ausblick auf das gesamte Areal. Mehrere Stunden schlenderten wir von Wasserfall zu Wasserfall, von einem glasklaren See zum Nächsten. Durch zahlreiche schattenspendende Bäume und Sträucher könnt ihr euch hier selbst im Sommer gut und gerne einen halben Tag aufhalten.
Gerade bei heißen Temperaturen ist es natürlich verlockend, in das türkisleuchtende Wasser eintauchen zu wollen. Das Baden in den Seen ist jedoch bekanntermaßen verboten. Schade, dafür kann man bei den meisten Seen aber auch durch das glasklare Wasser bis auf den Grund schauen – auch schön. 😉
Tipp: Nehmt euch ein wenig Verpflegung mit, so könnt ihr auf einer der Bänke oder auf der großen Wiese am Bootsanleger picknicken.
2. Izvor Cetine – das blaue Auge von Glavaš




Auf der Weiterfahrt in Richtung Süden planten wir einen Stopp am uns bisher weniger bekannten Izvor Cetine am Fuße des Dinara-Gebirges nördlich vom Peruća-See ein. Abgesehen von einigen Kühen, die unsere Straße kreuzten, hatten wir den Weg bis dahin fast für uns allein. Izvor Cetine ist die Quelle des Flusses Cetina, der besonders bei Kanufahrern und Raftingfreunden beliebt ist.
Wenn ihr das unscheinbare Areal mit der kleinen Kapelle erreicht, taucht direkt dahinter das blaue Auge von Glavaš auf. Fast magisch zog es uns mit seinen Farben in den Bann. Seitlich führt ein kleiner Weg hinab. Ein wirklich schöner Anblick, den wir jedem nur empfehlen können.
3. Šibenik


Kurz vor Sonnenuntergang kamen wir in dem kleinen Örtchen am Mittelmeer an und wurden mit einem erstklassigen Sonnenuntergang belohnt. Unsere Unterkunft befand sich direkt an der Uferpromenade und unter uns reihten sich zahlreiche Restaurants aneinander.
Šibenik gilt als wahres Juwel an der kroatischen Adria. Kein Wunder, denn in den steinernen, verwinkelten Gassen kann man sich so herrlich treiben lassen. Wie es sich hier wohl im Mittelalter lebte? Gleich am nächsten Tag spazierten wir durch die historische, autofreie Altstadt, vorbei an der Kathedrale des Heiligen Jakob, die zum UNSECO-Weltkulturerbe zählt. Von der Festung St. Michael habt ihr einen unbeschreiblich schönen Blick auf die geschützte Bucht und über die Dächer der Stadt.




Wer auf der Suche nach einer kleinen Abkühlung ist, wird hier ebenfalls fündig. Direkt hinter dem Hafen entdeckten wir einen einladenden Strandabschnitt, an dem wir es dank unserer Sonnenschirme gut aushielten. Haltet auf dem Weg in Höhe des Hafens inne und genießt die Aussicht auf den Stadthügel.




Dieses Postkartenmotiv schaffte es nicht nur in mein Skizzenbuch, sondern später auch auf eine Leinwand. Mein Gemälde „Hafenstadt“ vermittelt für mich genau dieses Gefühl von Sommertagen an der kroatischen Adria, das ich in diesem Moment in Šibenik empfand. In meinem Etsy-Shop ist das Motiv auch als Kunstdruck erhältlich.
4. Omiš





Omiš ist ein sehenswertes, kleines Örtchen im Herzen Dalmatiens, dass wir an einem halben Tag gut erkunden konnten. Solltet ihr ein wenig mehr Zeit haben, starten von hier aus auch zahlreiche Ausflugsveranstalter mit Kanufahrten oder Zipline-Touren.
Wir entschieden uns für den Aufstieg auf die Burg Tvrđava Starigrad-Fortica, die nur zu Fuß erreichbar ist. Der Trampelpfad, der direkt in der Innenstadt beginnt, ist steinig und teilweise steil, mit passendem Schuhwerk jedoch keine große Herausforderung. Oben angekommen werdet ihr mit einem atemberaubenden Rundum-Blick belohnt. Eine wirklich lohnenswerte Wanderung!
5. Nugal Beach in Makarska




Ganz in der Nähe des beliebten Badeorts Makarska befindet sich der Nugal Beach, ein etwas versteckter Kieselstrand umgeben von malerischer Kulisse. Die Wanderung entlang der Küste verläuft durch den Waldpark Osejava vom Zentrum von Makarska aus und dauert knapp 30 Minuten. Beliebt ist der Badeabschnitt besonders bei Nudisten. Als Bikiniträger wurden wir jedoch deshalb nicht schief angeschaut. 😉
Während sich hinter uns die Steilküste mit weißen Felsen erstreckte und vor uns das kristallklare Wasser der Adria in seinen facettenreichen Blautönen glitzerte, begann ich mit einer Skizze und die Idee zu meiner Postkarte „Let’s get naked“ entstand.



Den Sonnenuntergang genossen wir im Anschluss mit einem Cocktail an einer Bar mit direktem Blick auf die Silhouette des Festlandes – der perfekte Ausklang unseres Roadtrips durch Kroatien.



Wart ihr schon einmal auf dem kroatischen Festland unterwegs? Welche Orte haben euch am meisten verzaubert? Hinterlasst gern einen Kommentar. 🙂
